Swing Style – Tanzstile des Swing

Der englische Begriff Swing (Schwung, Schaukel) bezeichnet eine bestimmte Musikrichtung, den Rhythmus und Tanz des Jazz der 1920er und 1930er Jahre, der in den 1940er Jahren seinen Höhepunkt fand.

Swing ist sicherlich der bekannteste Musikstil des Jazz, der sich aus den vorangegangenen Musikrichtungen Dixieland- und Chicago-Jazz herausgebildet hat. Swing verwendet Blechblasinstrumente (Trompete, Posaune) und Holzblasinstrumente (Klarinette, Saxofon), aber auch Streichinstrumente (Gitarre, Geige), getrieben von einer Rhythmusgruppe aus Kontrabass und Schlagzeug. Daher ist Swing auch eng mit der Entstehung der Big Bands verbunden.

Swing ist durch Rhythmen der afrikanischen Sklaven und europäischer Marschmusik der Einwanderer geprägt. Swing beschreibt ein treibendes, fließendes, intuitives Rhythmusgefühl, welches im Zusammenspiel mit Jazzmusik entsteht. Das Rhythmusempfinden im Swing lässt sich schwer erklären, am ehesten beschreibt es der Begriff „Groove“.

Unter dem Oberbegriff Swing wird eine ganze Reihe von Tänzen zusammengefasst, die in den 1920er bis 1950er Jahren entstanden sind. Zu den ursprünglichen Tanzrichtungen der Swing Ära zählen Lindy Hop, Balboa, Charleston und Shag. Ab den 1940er Jahren entwickelten sich Tanzrichtungen wie East Coast Swing, West Coast Swing, Boogie Woogie, Jive oder Rock’n Roll. Als Synonym für den Swing Tanz wird oftmals auch der Begriff „Jitterbug“ verwendet.

Der Name Jitterbug stammt aus den 1920er Jahren und wurde vor allem von der weißen Bevölkerung verwendet. In diesem Zusammenhang waren Leute gemeint, die wie im Alkoholrausch zur Swing Musik tanzten. In der Swing-Szene wurden später Leute die Swing tanzten umgangssprachlich als „Jitterbugs“ bezeichnet.

 
 

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